Sicherheit bei der Jagd – was ist zu beachten?

Sicherheit bei der Jagd – was ist zu beachten?

Auch wenn das Risiko eines Jagdunfalls im Vergleich zu beispielsweise Verkehrsunfällen wesentlich geringer ist, Nachrichten von angeschossenen Radfahrern oder gar tödlich Fehlschüssen rücken die Ausübung der Jagd in ein kritisches Licht – zu recht? Dies ist sicherlich eine Frage die gern hochkontrovers diskutiert wird. Eines ist gewiss: als Jäger ist man dazu verpflichtet alle nötigen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, um so ein Unglück zu verhindern. Worauf gilt es besonders zu achten?

Sicherheitsvorschriften für die Jagd

GesellschaftsjagdDie Vorsichtsmaßnahmen, die bei einer Jagd ergriffen werden sollten, dienen zur eigenen und zur Sicherheit anderer. Hierfür gibt es klare Regeln, die in den sogenannten Unfallverhütungsvorschriften, kurz UVV Jagd, festgehalten sind. Hierin ist beispielsweise festgehalten, wie Waffen und Munition zu handhaben sind. Auch für verschiedene Jagdsituationen, sei es eine Gesellschaftsjagd, die Nachsuche oder allgemein geltende Regeln für die Jagd – je nach Situation sind zusätzliche Sicherheitsvorschriften gegeben. Hierzu zählt bei einer Drückjagd auch das Tragen von Signalkleidung und grundsätzlich eine der Kardinalsregeln: Das Ansprechen ist Voraussetzung für die Abgabe eines Schusses. Nur wenn die Identifizierung des Zieles gegeben ist, darf geschossen werden. Dies bedeutet, der Jäger muss nicht nur erkennen können, um welche Tierart es sich handelt sondern auch, welches Geschlecht das Wild hat.

WildNeben dem Ansprechen gibt es noch eine weitere wesentliche Grundregel: Es muss ein Kugelfang gegeben sein. Der Abschuss erfolgt Richtung Boden. Der Untergrund fängt die Kugel bei einem Fehl- oder Durchschuss ab. Ist die Gefahr gegeben, dass eine Kugel abprallt, beispielsweise, wenn an Steinen oder gar einer Wasseroberfläche sowie Bäumen, dann sollte der Schuss nicht abgegeben werden. Durch einen mangelnden Kugelfang oder einen Querschläger steigt die Verletzungsgefahr.

Vorsicht auch für Nichtjäger geboten

Achtung – WarnschilderAber auch der Nichtjäger sollte sich als Anwohner und Spaziergänger informieren, wenn er sich gern in der Natur bewegt. Bei einer gut organisierten Jagd, wird auf das Jagdereignis selbst bereits im vorhinein hingewiesen. Aushänge und insbesondere Warnschilder rufen zur erhöhten Vorsicht beziehungsweise Meidung der bejagten Gebiete auf.Dies trägt ebenfalls zur Minimierung des Unfallrisikos bei. Hierin zeigt sich auch, dass eine gute Vorbereitung der Jagd wichtig ist. Bei Gesellschaftsjagden ist es für die Teilnehmenden Jäger zum Beispiel sehr wichtig, sich an die Anweisungen des Jagdführers zu halten, um nicht sich selbst oder andere zu gefährden.

Zurück in die Natur

In stressigen Momenten gibt es nichts besseres als lange Spaziergänge mit dem Hund. Die frische Frühlingsluft tut nicht nur Körper und Seele gut, sondern auch unserem Immunsystem.

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