Das Jagdrevier im April – Rehbockinventur Teil 1

Es ist Anfang April, ich packe meine Kamera ein und verlasse 20 Minuten vor Sonnenaufgang das Haus. Bis in das Revier habe ich es zum Glück nicht weit. Heute will ich Böcke bestätigen.

Rehbock AprilLangsam tuckere ich mit dem Auto eine Nebenstraße entlang, auf der ich jetzt, Samstagmorgen, ganz alleine bin. Von hier aus kann ich über die noch wenig begrünten Äckern und Wiesen schauen und so schon von Weitem jedes Stück Rehwild erspähen. Durch das Teleobjektiv schaue ich mir die Böcke an, mache ein Belegfoto und zoome am Display der Kamera näher an den Bock ran. Er hat bereits verfegt und über Lauscher hoch auf. Ich beschließe ihn mir näher anzuschauen und parke mein Auto in guter Deckung. Von dort pirsche ich ca. 150m an einem eingewachsenem Weidenzaun entlang bis zu dem Graben, an dem der Bock liegt.

Böcke mit der Kamera festhalten

Nun geht es auf allen vieren weiter. Bald bin ich auf 40m an dem Bock dran. Plötzlich blickt er auf, er hat etwas bemerkt. Etwas unsicher erst, doch dann entschlossen kommt er im Stechschritt auf mich zu. Ich kann noch ein paar Bilder machen, bevor er mich als Mensch enttarnt und abspringt. Es war ein schlecht veranlagter mittelalter Bock mit so gut wie keiner Vereckung. Am Auto angekommen zeichne ich mit Bleistift eine Skizze von dem Bock in meine Revierkarte. Eine halbe Stunde später rolle ich mit dem Auto um eine Ecke und sehe ca. 50m auf einer Wiese einen Sechser noch hoch im Bast stehen. Er scheint mich nicht bemerkt zu haben und so kann ich ihn eine Weile beobachten. Nach 10 Minuten steht rechts aus dem Getreideacker eine hoch beschlagene Ricke auf.
Auch sie trage ich in meine Revierkarte ein mit einem kleinen Kreis drum rum. Schon fast auf dem Weg nach Hause sehe ich weit entfernt zwei Stück Rehwild flüchten. Durch die Kamera erkenne ich, dass es sich um zwei Böcke handelt. Ein stärkerer, älterer Bock jagt hinter einem jüngeren her, bis ich sie nicht mehr sehen kann. Kurz darauf kommt der Ältere alleine zurück. Auch er wird in meine Karte eingetragen und dazu noch die ungefähre Grenze des Bockrevieres.

Sichtungen der Böcke dokumentieren

Zu Hause am PC trage ich meine Sichtungen noch in eine Googlemapskarte ein, in der sind Strukturen wie Hecken und Gräben besser zu sehen. Dort trage ich auch die 3 Platzstellen ein die ich heute entdeckt habe.

Zu Teil 2 des Artikels geht es HIER

Wie man Böcke mit der Wildkamera bestätigt, erfahren sie HIER.

Ein Kommentar

  1. Hans-Peter Kastner
    Hans-Peter Kastner

    Auf ihr Jungjäger, hier kann man sehr viel über die Jagd lesen und dazu auch gleich noch die passenten Bilder sehen. so kann lernen, Spass machen. Ich denke Jäger und Heger zu gleich, ist das höchste was es gibt. Weitmannsheil

    17. April 2013 auf 17:41 Antworten

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