Der Vorstehhund – das Multitalent unter den Jagdhunden

Der Vorstehhund – das Multitalent unter den Jagdhunden

Der Vorstehhund gilt als Allrounder unter den Jagdgebrauchshunden. Warum ist das so und was sind die besonderen jagdlichen Eigenschaften des Vorstehhundes?

Was den Vorstehhund ausmacht

vorstehhundSeinen Namen hat dieser Jagdhund durch seine wichtigste Eigenschaft bei der Jagd: das Vorstehen. Das regungslose Ausharren, nachdem er seine Beute erblickt hat, zählt gewissermaßen zu den Urinstinkten des Tieres, die er von seinen wölfischen Vorfahren hat. Sobald der Vorstehhund das Wild erblickt, erstarrt er gewissermaßen. Die Nase ist in Richtung der Beute gerichtet. Typisch ist dabei auch das hochalten eines angewinkelten Vorderlaufs. Eine Hunderasse, die sich beispielsweise besonders gut zum Vorstehhund eignet, ist der Pointer. Gewissermaßen ist die eben beschriebene Haltung des Hundes – mit der Nase Richtung Beute still zu verharren – bereits im Namen dieser Rasse angedeutet. Dieser bedeutet so viel wie, Hinweis, Fingerzeig, Signal. Das instinktgesteuerte Verhalten ist angeboren, kann aber durch Schulung noch weiter perfektioniert werden. Darüber hinaus ist es auch möglich, dass der Hund, statt stehend zu verharren, Platz macht und sich damit ablegt. In dem Zusammenhang erscheint auch die als Vorstehhund anerkannten Setter-Hunderassen leicht herzuleiten. Setter, im Sinne von Sitzen, sind beispielsweise auch für dieses alternative Vorstehen bekannt.

Welche Rassen zählen zu den Vorstehhunden?

jagd-vorstehhundeEs gibt verschiedene Rassen, die als Vorstehhunde anerkannt sind. Zu den bekanntesten zählen wohl die Setter, Magyar Vizsla, Weimaraner oder auch die Münsterländer.
Vorstehhunde werden in der Gruppe 7 der Rasseliste der FCI geführt. Die Abkürzung steht für Fédération Cynologique Internationale, übersetzt: die Weltorganisation der Kynologie. Die meisten werden sich zusätzlich fragen, was Kynologie bedeutet. Gemeint ist damit die Lehre rund um den Hund, wobei sowohl Rasse und Zucht eine Rolle spielen, aber auch Verhaltensweisen, Pflege und Erziehung bis hin zu Krankheiten der Tier. Der deutsche Jagdgebrauchshundeverband (JGHV) hat aus der Liste der Vorstehhunde-Rassen 28 in Deutschland anerkannt.

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