Sauenjagd im Mai – Ansitz auf Schwarzwild

Sauenjagd im Mai – Ansitz auf Schwarzwild

Nicht jeder Jäger ist von den Begeisterungsstürmen um Bockjagd ergriffen. Doch der Mai bietet einem auch andere spannende jagdliche Aktivitäten. Die Sauenjagd zum Beispiel.
Neben dem reinen mechanischen Schutz von Agrarpflanzen findet die Sauenjagd einen hohen Stellenwert in der Wildschadensabwehr. Das Hauptproblem ist neben der Ansprache das Wild freizubekommen. Die Sauen befinden sich fast immer in der hohen Vegetation. Sei es der Raps oder Mais selbst oder das hohe Gras um die Äcker herum. Nun gilt es, die Schwarzkittel an den etwas offeneren Stellen abzugreifen.

SchwarzwildBei einem Maisacker hat man nur die Beregnungsschneisen, soweit man es mit dem Landwirt nicht anders abgesprochen hat. Zäunt man den Mais ein, bietet es sich an, den Zaun mit etwas Anstand zu errichten. Innerhalb dieses Abstandes kann man dann, soweit es die Sauen doch in den Mais geschafft haben, die Sauen gut bejagen. Befinden sich Fehlstellen oder Wasserlöcher im Schlag, sind diese ebenfalls Anziehungspunkte für die Sauen, an denen eine Bejagung einfacher ist.

Mit mobilen Sitzen am Rapsfeld

Ähnlich verhält es sich mit dem Raps. Da dieser nicht gezäunt wird, ist es für die Sauen also kein Problem hineinzukommen. Können sie innerhalb des Rapsfeldes auch noch Schöpfen, ist es schwer, sie außerhalb des Schlages zu erwischen. Die Sauen bewegen sich innerhalb des Rapsfeldes in Tunneln und legen sich innerhalb auch Kessel an. Da eine Pirsch in einem Rapsfeld unmöglich ist, bieten sich auch hier Fehlstellen an. Hält sich eine Rotte regelmäßig in einem Rapsfeld auf, so kann man die Hauptein- und auswechsel gut an den breiten Tunneln festmachen und mobile Sitze dementsprechend platzieren.

Wildschwein im FeldIm Mais, wie auch im Raps, sind Nachsuchen mehr als eine Qual. Schon wenige Meter können über Erfolg und Niederlage entscheiden. Außerdem ist das Risiko für Schweißhundführer und Hund durch die geringe Sichtweite erheblich höher. Dies sollte man vor dem Antragen eines Schusses mehr denn je beachten. Deswegen raten einige Schweißhundführer zu Schüssen aufs Blatt. Denn wie ein bekannter Hundeführer zu sagen pflegt: „ist die Hydraulik kaputt, läuft der nicht mehr weit“.

Im Getreide auf Sauen

Im Getreide hat man den Vorteil, dass man das Feld überblicken kann. Allerdings ist das meiste Getreide so hoch, dass die Sauen nicht weit rausgucken. Hier fällt vor allem die Ansprache schwer. Frischlinge sind so gut wie nie zu sehen und können nur durch sich bewegende Halme ausgemacht werden. Das Angehen im Getreide ist ebenfalls relativ einfach. Am besten ist es sich eine Fahrspur zu suchen, die möglichst weit in die Nähe der Sauen führt und dann eine freiere Stelle oder Fahrspur für das Antragen des Schusses zu suchen. Sicherer ist natürlich immer der Ein- und Auswechsel. Allerdings sind die Sauen dann nur selten in einer angenehmen Geschwindigkeit unterwegs.

Als Ansitzeinrichtungen benutzen wir hauptsächlich die leichten Alusitze oder einen leichten Ansitzstuhl wie das Modell London von HGD. Ansonsten ist die Pirsch, meiner Meinung nach, im Feld effektiver als im Wald.

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