Rehwildjagd im Winter

Rehwildjagd im Winter

Bei der winterlichen Jagd auf weibliches Rehwild ist vor allem eines wichtig: das korrekte Ansprechen. Aber worauf genau, gilt es zu achten und wie kann man Fehler vermeiden? Genaueren Aufschluss gibt dieser Artikel.

Bock oder Ricke? – Unterscheidungsmerkmale

Weilbliches Rehwild an der Schürze erkennen

Im Winter haben die Böcke ihr Gehörn abgeworfen, aus diesem Grund kann man sich bei der Unterscheidung zwischen männlichem und weiblichem Rehwild nicht auf das Merkmal Kopfschmuck verlassen. Das Ziel sind Ricken und Rickenkitze – für das Ansprechen der Stücke gibt es ein unverkennbares Merkmal: die Schürze. Hierbei handelt es sich um ein Fellbüschel, welches aus dem Spiegel herausragt. Es ist im Winter besonders gut zu erkennen.

Rehwild ansprechen

Das entscheidende Merkmal für das männliche Rehwild ist wiederum der Pinsel. Im Dezember haben ältere Böcke schon wieder ein paar Zentimeter geschoben und sind somit auch an den Rosenstöcken zu erkennen. Bei Bockkitzen sind die Rosenstöcke noch nicht so ausgeprägt und können schnell übersehen werden, in dem Fall sollte man auf den Pinsel achten.

Geduld beim Abschuss

Hat man nun das Stück Rehwild erfolgreich als Ricke angesprochen, gibt es jedoch einen weiteren Punkt zu beachten: Das Kitz sollte auf jeden Fall vor der Ricke erlegt werden. Es spielt also nicht nur das Lesen der Geschlechtsmerkmale eine Rolle, vielmehr ist auch Geduld ein wichtiger Faktor. Der Grund: Eine einzeln kommende Ricken bedeutet nicht, dass diese nicht führend ist. Es kann sein, dass sich das Kitz irgendwo abgelegt hat und nur nicht im Blickfeld ist. Deshalb sollte man nicht voreilig Ricken schießen.

Umsetzung in der Praxis

Rehwild

Mit diesem Leitfaden im Hinterkopf, geht es los zur Ansitzjagd. Da die Temperaturen empfindlich kalt sind, habe ich entsprechend warm eingepackt meinen Posten auf dem Hochsitz bezogen. Bestens gerüstet warte ich geduldig. Und heute habe ich tatsächlich Glück. Bereits nach etwas mehr als einer halben Stunde löst sich eine Gestalt aus dem Kieferngehölz zu meiner Rechten, und es dauert nicht lange, da nehme ich eine zweite Bewegung am Waldrand wahr.

Ich greife leise zur Waffe und sehe durch mein Zielfernrohr und tatsächlich haben sich zwei Stück Rehwild auf den Acker gewagt. Nach dem Lesen der Merkmale ist mein Urteil eindeutig: Eine Ricke mit ihrem Kitz. Ich nehme das Kitz ins Visier. Es ist ca. 120 Meter entfernt und folgt der Ricke weiter hinaus auf das Feld. Der Schuss bricht die Stille, das Kitz liegt nach ein paar Metern Flucht. Die Ricke verhofft, äugt nach dem Kitz. In diesem Moment gebe ich den zweiten Schuss ab. Sie flüchtet, bricht aber bereits nach 40 Metern zusammen. Mein Auge bleibt noch kurz auf dem verendeten Stück ruhen. Danach entspanne ich mein Gewehr und baume ab. Bei den Stücken angekommen kontrolliere ich den Anschuss. Beides saubere Kammerschüsse. Ich bin mit dem Ansitzabend mehr als zufrieden und beginne damit die beiden Stücke zu versorgen.

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