Signale setzen auf der Treib- und Drückjagd – Orange ist die Farbe für die Jagd im Herbst

Die Jagd erfordert verantwortungsbewusstes und umsichtiges Handeln, zum eigenen Schutz und auch zum Schutz anderer. Hierzu gehört auch eine adäquate Sicherheitsbekleidung – insbesondere bei der Treib- und Drückjagd. Daraus entsteht ein vermeintliches Dilemma: Während man für das Wild unsichtbar sein will, ist es insbesondere bei der Jagd in Gruppen notwendig für die anderen Teilnehmer deutlich erkennbar zu sein. Nur so kann die Sicherheit vor Fehlschüssen gewährleistet werden.

Orangene Kleidung ist für das Wild nicht sichtbar

Drückjagd ORange ist die Farbe der WahlFür diesen Zweck gibt es Sicherheitsbekleidung, die in den Signalfarben Rot oder einem hellen Orange, oft als Blaze Orange bezeichnet, angeboten wird. Wie aber ist es möglich, so gut sichtbar auf die Jagd zu gehen, wenn man doch eigentlich unerkannt bleiben möchte? Die Erklärung liegt in der optischen Sinneswahrnehmung der Tiere, die sich vom Menschen unterscheidet.
Sogenannte Zapfen in den Augen ermöglichen das Sehen von Farben. Während der Mensch Rezeptoren für die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau hat, besitzen viele Wildarten wiederum nur Zapfen, die zur Wahrnehmung von Grün- und Gelbtönen sowie den Farbbereich Ultra-Violett bis Blau dienen. Dadurch erscheinen diesen Tieren rote oder orange Farben als grün oder gelblich. Sie unterscheiden sich folglich kaum von der natürlichen Umgebung im Wald. Signalwirkung haben für das Wild eher bläuliche Farben, die auf der Jagd also unbedingt gemieden werden sollten.

Orange ist die ideale Tarn- und Warnfarbe

JRote Mossy Red Jagdjackeagdbekleidung in Orange oder Rot sind somit die ideale Kombination aus Tarn- und Warnfarbe. Es gibt Mützen, Jacken und Westen für diesen Zweck. Zusätzlich zur Farbe kann die Kleidung auch dunkle astförmige und blattartige Musterungen aufweisen, die den Tarneffekt gegenüber dem Wild verstärken. Praktischerweise gibt es inswischen auch zahlreiche Kleidungsstücke, bei denen es die Möglichkeit gibt, sie zu wenden. So kann man beispielsweise zwischen dezentem Grün oder der gewünschten Signalfarbe wechseln, je nachdem, ob man sich bereit machen will für die Ansitzjagd oder für die Drückjagd. Auf diese Weise bleibt man für das Wild unerkannt und ist sicher bei der Jagd in der Gruppe.