Auf Drückjagd mit Sauhunden -Teil 1

Auf meiner ersten Drückjagd war ich 10 Jahre alt, seitdem ist eine Weile vergangen. Mir ist dabei klar geworden, dass Hunde die gut an Sauen arbeiten nicht selbstverständlich sind und wohl ausgewählt werden sollten. Wir sind 15 Treiber mit 12 Hunden und ebenfalls 15 Schützen. Eine kleine Jagd nach dem vor drei Wochen die große Drückjagd sehr erfolgreich verlaufen ist.

Die Hunde stellen den Überläufer durch wechselnde Angriffe

Sauhunde beim Überläufer

Sauhunde beim Überläufer

Es liegen viele Dickungen vor uns und die Hunde sollen dort drin die Sauen finden. Die letzten zwei Tage hat es viel geregnet und wir Treiber sind darauf eingestellt nass zu werden. Schon in der ersten Buchendickung treffen wir auf zwei Überläufer. Sie werden mit mehreren Schüssen begrüßt, als sie die Dickung verlassen. Danach dauert es nicht mehr lange bis wir Standlaut vernehmen. Zwei Heideterrier und eine Polnische Schwarzwildbracke haben den einen beschossenen Überläufer gestellt und binden ihn durch abwechselndes Angreifen. Der Schuss scheint hinten zu sitzen, da die Sau sich Vorne gut verteidigt.

Angriffe auf den KeilerWir sind durch den langen Sprint in den dicken Klamotten, und mit dem restlichen Kram den man so bei sich hat, recht außer Atem und gehen sofort an den Ort des Geschehens. Durch das Näherkommen ihrer Herrchen werden die Hunde anscheinend wohl mutiger und halten nun die Sau am Boden fest. Die Hundeführer werfen sich auf die Sau und der Überläufer wird abgefangen.

Verletzungen werden versorgt

Den Keiler gestelltNun bemerken wir, dass der eine Heideterrier von dem Überläufer deutlich geschlagen wurde. Die linke Leftze hängt in Fetzen, das Ohr ist eingerissen und selbst durch die Hundeschutzweste haben die Waffen des Überläuferkeilers geschlagen und Cuts hinterlassen. Auch der zweite Heideterrier hat etwas abbekommen. Er hat einen Cut der von hinter dem Unterkiefer bis nach innen in dem Mundraum reicht. Nach Ende des Treibens werden die Hunde sofort zum nächsten Tierarzt gebracht und versorgt. Im zweiten Treiben finden wir mit zwei Hunden weniger auch nur noch eine Sau die dann auch erlegt wird. Die Rotten schienen sich diesmal geschickt aus dem Staub gemacht zu haben. Auf der Strecke lagen zum Schluss 2 Sauen, 5 Stück Damwild und 4 Rehe.

Teil 2 finden sie hier.

3 Kommentare

  1. verteidiger
    verteidiger

    oh je!!……welcher Gattermeister hat die Hunde den abgenommen. Die sind doch viel zu mutig und angriffslustig. Arme Hunde!!

    16. Januar 2013 auf 19:22 Antworten
  2. Klaus mit weichem C
    Klaus mit weichem C

    Die Hunde müssen kranke Sauen binden und halten!

    17. Januar 2013 auf 19:32 Antworten
  3. Gonczy Polski
    Gonczy Polski

    Die Hunde haben sauber gearbeitet, in einer hervorragenden Zusammenarbeit haben sie die Sau schnell gebunden, bis sie vom Hundeführer abgefangen wurde. Eine Kranke, aber noch bewegliche Sau, stellt nun mal eine Gefahr für Mensch und
    Hund dar. Es hat sich gezeigt, dass die Verletzungsgefahr wesentlich höher bei Hunden ist, die einzeln und nicht in der gruppe arbeiten, als durch den beherzten Angriff einer effektiv arbeitender Meute die die Sau binden und sie dann Abgefangen
    wird.
    Horüdho

    8. Februar 2013 auf 22:23 Antworten

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