Jagdgebrauchshunde – welche Typen gibt es?

Jagdgebrauchshunde – welche Typen gibt es?

Der Jagdhund ist wohl der treueste Begleiter, den man als Jäger mit auf die Jagd nehmen kann. In vielen Situationen ist er ein sehr hilfreicher Jagdgenosse, sei es bei der Schweißarbeit, der Nachsuche, dem Stöbern oder Apportieren. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, und damit auch die Jagdgebrauchshunderassen. Je nach Situation, werden unterschiedliche Eigenschaften von einem Jagdhund gefordert. Welche das sind, wird hier gezeigt.

Der Vorstehhund

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Wie der Name schon erahnen lässt, ist die ausgeprägte Eigenschaft des Vorstehhundes das sogenannte Vorstehen. Der Jagdhund verharrt dabei lautlos vor dem gefundenen Wild und zeigt somit dem Jäger mit der Nasenspitze das genaue Versteck der Beute an. Durch Körpersprache setzt er so entscheidende Signale, durch die der Jäger sich perfekt für den Schuss positionieren kann. Ein kurzer Befehl, und der Jagdhund lässt das Wild auffliegen. Vorstehhunde gelten als dank ihrer Vielseitigkeit als Allrounder unter den Jagdhunden. Sie sind sowohl für die Feldarbeit, das Apportieren, die Nachsuche als auch für die Wasserarbeit hervorragend geeignet.

Der Schweißhund

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Beim Schweißhund handelt es sich im Gegensatz zum Vorstehhund eher um einen Spezialisten unter den Jagdhunden. Sein Einsatzgebiet ist insbesondere die Nachsuche, bei der er krankes oder verletztes Wild ausfindig macht und stellt. Da dieser Jagdhund sich durch einen ausgezeichneten Geruchsinn, seine Ausgeglichenheit und einen ausgeprägten Finderwillen hervortut, wird er besonders im Rahmen von schwierigen und langen Nachsuchen eingesetzt. Durch Verletzungen und Blutspuren des Wildes können Schweißhunde dieses auch nach Stunden und selbst bei widriger Witterung noch auf mehrere Kilometer Entfernung aufspüren. Durch diesen anspruchsvollen Einsatz wird die Arbeit eines Schweißhundes durchaus auch als die Königsklasse unter den Jagdhundeeinsätzen bezeichnet.

Der Stöberhund

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Der Stöberhund wird oftmals auch Vogelhund genannt. Dies liegt daran, dass er ursprünglich insbesondere der Begleiter bei der Jagd mit Greifvögeln war. Stöberhunde sind sehr selbstständig, dabei aber wohlüberlegt und planmäßig. Diese Jagdhunde sind hervorragend für die Jagd im Unterholz, in Dickungen oder im Schilf einsetzbar, wobei sie große Sicherheit beim Aufspüren und Verfolgen einer Fährte sind. Findet der Stöberhund bei der Jagd Wild, ist es seine Aufgabe Laut zu geben, die Beute aufzuscheuchen und auf den Jäger zuzutreiben. Stöberhunde sowie Bracken sind dank Ihrer Spürnase auch gut für die Schweißarbeit und zum Apportieren geeignet.

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Der Apportierhund

Auch beim Apportierhund lässt sich die Hauptaufgabe des Jagdhundes schon am Namen ablesen. Er wird bei der Jagd eingesetzt, um das erlegte Feder– oder Niederwild zu finden und zum Jäger zurückzubringen beziehungsweise zu apportieren. Die Apportierhunde verfügen ebenfalls über eine gute Nase und sind in Ihrem Charakter äußerst zuverlässig. Positiv ist auch ihre hohe Lernbereitschaft und damit verbunden ihre gute Erziehbarkeit.

Der Erdhund

Der Erdhund ist für die Jagd in unterirdischen Bauten geeignet, daher wird er häufig auch als Bauhund bezeichnet. Diese Jagdhunde haben einen entsprechend niedrigen Körperbau und einen geringen Brustumfang, so dass sie dem Fuchs, Dachs oder Kaninchen in den Bau folgen können. Durch verbellen und leichte Angriffe versucht dieser Jagdhund die Beute aus dem Bau sprengen. Je Arbeitswillen und Schärfe sind Erdhunde neben der Bauarbeit auch bei der Stöberjagd sowie der Nachsuchearbeit an wehrhaftem Wild bestens geeignet.

Die Vielfalt an Jagdhunden

Es zeigt sich, dass die Auswahl an Jagdgebrauchshunden vielfältig ist. Dem Laien kann bei den Einsatzmöglichkeiten der Vierbeiner durchaus der Kopf schwirren. Und der Schweißhund ist beispielsweise nicht unbedingt ein Hund für Anfänger. Je nach Spezialisierung beziehungsweise Einsatzgebiet, findet der Jäger in diesen Hunden einen perfekten Begleiter für die Jagd.

Bild 1: Slowakisches Drahthaar, Pointer
Bild 2: Bayerischer Gebirgsschweisshund (von Ralf Lotys)
Bild 3: Deutsche Wachtel (von Steffen Heinz)

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1 Kommentare

Astrid Wolff
27. Februar 2018

Ist der Welshterrier auch in Deutschland anerkannt ?

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