Fragen aus der Jägerprüfung zum Tier- und Naturschutzrecht

Fragen aus der Jägerprüfung zum Tier- und Naturschutzrecht

Die Jägerprüfung zählt zu den schwierigsten Prüfungen überhaupt. Nur mit viel Übung ist sie zu meistern. Wir haben für Sie heute Fragen aus der Jägerprüfung zum Thema Tierschutzrecht zusammengestellt, mit denen sie ihr Wissen Testen können.

1. Bei der Nachsuche auf ein angeschweißtes Rehkitz in einer unübersichtlichen Fichtendickung bemerkt der Hundeführer, dass das Kitz kurz vor ihm aus dem Wundbett flüchtet. Die Abgabe eines Fangschusses ist in der Dickung nicht möglich. Darf der Hundeführer seinen wildscharfen Deutsch-Drahthaarrüden schnallen, damit dieser das angeschweißte Stück niederzieht?

Die Antworten finden sie unten.

a) Er darf den Hund schnallen, da die Grundsätze weidgerechter Jagdausübung es in diesem Fall erfordern
b) Er darf den Hund nicht schnallen, da das Tierschutzgesetz verbietet, ein Tier auf ein anderes Tier zu hetzen.

2. Betreffen die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes nur Tiere, die sich in menschlicher Obhut befinden (Haustiere), oder auch wildlebende Tiere, also auch dem Jagdrecht unterliegende Tierarten?
a)  Sie betreffen sowohl Haustiere wie auch wildlebende Tiere
b)  Sie betreffen nur Haustiere

3. Welche der nachgenannten Aussagen ist richtig?

a)  Die weidgerechte, den jagdrechtlichen Vorschriften entsprechende Ausübung der Jagd stellt nach dem Tierschutzgesetz einen vernünftigen Grund zum Töten von Tieren dar
b)  Jegliche Jagdhandlung stellt nach dem Tierschutzgesetz einen vernünftigen Grund zum Töten von Tieren dar

4. Das Töten eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund kann nach dem Tierschutzgesetz eine Straftat darstellen. Welche der nachgenannten Aussagen ist richtig?
a)  Die Verurteilung wegen einer Straftat gegen tierschutzrechtliche Vorschriften kann zum Entzug des Jagdscheins führen
b)  Die Verurteilung wegen einer Straftat gegen tierschutzrechtliche Vorschriften kann nicht zum Entzug des Jagdscheins führen

5. Ist es zulässig, Jagdhunde zum Zwecke der Ausbildung auf Katzen zu hetzen?

a) Nein, da es den tierschutzrechtlichen Vorschriften widerspricht
b) Ja,aber nur im eigenen Revier
c) Ja, aber nur bei Anwesenheit eines Verbandsrichters zur Feststellung der Schärfe

6.Der Eigentümer eines in Ihrem Jagdrevier gelegenen Einödhofes bittet Sie, seinen an der Kette liegenden Hofhund zu erschießen, da er sein dauerndes Bellen nicht mehr ertragen könne. Was tun Sie?

a) Sie erschießen den Hund im Hof des Eigentümers
b) Sie nehmen den Hund mit ins Revier und erschießen ihn dort mit Ihrer Jagdwaffe
c) Sie weisen das Ansinnen zurück

7. Ihr Jagdhund ist unheilbar krank. Welche der nachgenannten Aussagen ist richtig?

a)  Sie dürfen den Hund auf Ihrem Grundstück ohne weiteres mit einer geeigneten Jagdwaffe töten
b)  Sie bringen den Hund zum Tierarzt, damit er dort eingeschläfert werden kann
c)  Ein befreundeter Jagdscheininhaber darf den Hund im Revier erschießen

8. Welche der nachgenannten Betätigungen gehören zu dem jedermann zustehenden Grundrecht des Betretens der freien Natur?

a) Skifahren
b) Aufstellen von Wohnwagen
c) Zelten
d) Betreten von Waldbeständen zum Pilzesuchen

9. Ist in einem Fichtenaltbestand abseits der Straflen und Wege das Reiten erlaubt?

a) Ja
b) Nein

10. Ist ein Revierinhaber ohne weiteres berechtigt, einen in seinem Revier verendet gefundenen Auerhahn an einen Präparator zu verkaufen?

a) Ja
b) Nein

Antworten:

1. a
2. a
3. a
4. a
5. a
6. c
7. b
8. a,d,
9. b
10. b

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