Eilmeldung zur ASP

Eilmeldung zur ASP

Die afrikanische Schweinepest (ASP) rückt immer näher an Deutschland heran. Das letzte positiv getestete Wildschwein war nur noch 12 km von der Bundesgrenze entfernt. In diesem Beitrag wollen wir Sie über die aktuellen Entwicklungen fortlaufend informieren.

02.10.2020 17:00 Uhr

Laut einer Pressemitteilung des Bundeslandwirtschaftsministeriums ist bei 6 weiteren Wildschweinen im ersten Kerngebiet das Virus bestätigt worden. Damit steigt die Gesamtzahl auf 46 bekannte Fälle.

30.09.2020 10:30 Uhr

Erster bestätigter ASP-Fall ausserhalb der bisherigen Kernzone. Anhand von Organveränderungen bei einem erlegten Wildschwein konnte nach Untersuchung von Probenmaterial der Verdacht bestätigt werden. Es wurde eine Kernzone mit 4km Radius um den Fundort und eine 15km Pufferzone eingerichtet. Hier gilt vorerst für 3 Wochen absolute Jagdruhe und landwirtschaftliche Tätigkeiten sind untersagt..

26.09.2020 10:00 Uhr

Bereits bei 34 Wildschweinen wurde der Virus gefunden. Um die bestehende Kernzone soll im Umkreis von 5km ein stabiler wildschweinsicherer Zaun gebaut werden. In dieser sogenannten „weißen Zone“ ist ein Totalabschuss der Wildschweine geplant.

21.09.2020 16:00 Uhr

Wie zu erwarten war steigt die Zahl der gefundenen infizierten Wildschweine weiter. Aktueller Stand ist jetzt bei 20 Tieren. Bislang aber noch lokal begrenzt auf den Fundort des ersten Stückes.

19.09.2020 19:00 Uhr

7 weitere Fälle wurden bestätigt. Damit steigt die Gesamtzahl auf 13. Als Folge wurde das Kerngebiet auf 150 Quadratkilometer vergrößert und die Pufferzone angepasst. Vorläufige Maßnahmen in der neu eingerichteten Pufferzone:

  • Verstärkte Kadaversuche (Aufwandsentschädigung von 100 Euro pro gefundenem Tier)
  • Kadaverbergung durch geschulte Bergetrupps
  • Einrichtung von Kadaversammelstellen
  • Virologische Untersuchung aller erlegten Wildschweine und Fallwild
  • Wildsammelstellen zur hygienischen Aufbewahrung und Beprobung von gesund erlegtem Wild
  • Verbot von Bewegungsjagden (Ausnahme Erntejagd)

17.09.2020 20:00 Uhr

Der siebte ASP Fall bei einem bereits toten Wildschwein wurde in Brandenburg bestätigt.

17.09.2020 12:00 Uhr

Der deutsche Jagdverband (DJV) verabschiedet ASP-Forderungspapier. Das Papier finden Sie hier.

15.09.2020 16:00 Uhr

Es wurden 5 weitere Wildschweine unweit des ersten Fundortes gefunden. 4 waren bereits verendet und eines wurde krank erlöst. Alle waren ebenfalls mit dem ASP-Virus infiziert.

10.09.2020 20:00 Uhr

Das Land Brandenburg hat einen Maßnahmenkatalog vorgelegt mit dessen Umsetzung die Seuche lokal begrenzt und eingedämmt werden soll. Im folgenden die wesentlichen Punkte:

  • Bildung einer Kernzone um den Fundort mit einem Radius von 3km mit einem Betretungsverbot
  • Zudem gibt es eine Sperrzone von 15km rund um den Fundort mit striktem Jagdverbot für alle Tierarten
  • Ernteverbote z. B. von Maisfeldern
  • Der Fundort wurde großflächig desinfiziert und die Suche nach weiteren Kadavern ist intensiviert worden
  • Verbot von Veranstaltungen an denen Schweine mitgeführt werden
  • Waren- und Personenverkehr sind erstmal nicht betroffen
  • Finanzielle Ausfälle werden von Töpfen vom Land Brandenburg nach definierten Vorgaben ersetzt.

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10.09.2020 10:30 Uhr

Nun ist es offiziell. Landwirtschaftsministerin Klöckner bestätigt heute Vormittag den Verdacht. Der im Spree-Neiße-Kreis gefundene Wildschwein-Kadaver wurde vom Friedrich-Loeffler-Institut virologisch untersucht und positiv getestet. Laut Klöckner sei Deutschland auf den Ernstfall vorbereitet. Ein Krisenstab werde eingerichtet und nach den Vorgaben der nationalen Schweinepestverordnung gehandelt. Das Land Brandenburg hat eine Pressekonferenz für heute angekündigt.

09.09.2020 22:00 Uhr

Bedingt durch die Coronapandemie ist die ASP etwas in der Wahrnehmung in den Hintergund gerückt, obwohl in Polen, auch nahe der deutschen Grenze das Seuchengeschehen noch hochaktiv ist. Heute wurde gemeldet, dass es im Land Brandenburg einen amtlichen Verdachtsfall auf ASP bei einem toten Wildschwein gibt. Der Fundort ist im Spree-Neiße-Kreis und befindet sich nur unweit zur polnischen Grenze. Die Proben werden aktuell im Friedrich-Löffler-Institut untersucht und morgen will die Bundeslandwirtschatftsministerin Frau Klöckner die Öffentlichkeit über das Ergebnis informieren.

27.03.2020 17:00 Uhr

Das Bundeslandwirtschaftsministerium bestätigt, dass in Westpolen, ca. 10km von der deutschen Bundesgrenze entfernt, ein Wildschwein positiv auf ASP getestet wurde. Somit rückt die ASP nochmal ein paar Kilometer näher ran. Bei noch näheren Funden würde die Deutsche Schweinepestverordnung greifen.

23.03.2020 16:00 Uhr

Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilt, gibt es in Westpolen den ersten ASP-Fall bei Hausschweinen. Der Ausbruch in einem Betrieb ist ca. 65km von der deutschen Grenze entfernt. Knapp 24.000 Schweine sollen betroffen sein. 135 Schweine sind bereits an ASP verendet. Die Keulung des Bestandes und weitere Überwachungsmaßnahmen wurden von den Behörden angeordnet.

19.03.2020 18:30 Uhr

Die weitere Ausbreitung von Corona hat auch indirekt Auswirkungen auf ASP. Der Deutsche und Bayerische Jagdverband baten die Politik darum im Falle von Ausgangssperren die Jagd weiter zuzulassen. Hauptargumente neben der Wildschadensabwehr war auch die Unterstützung der Jägerschaft gegen die ASP. In Bayern dürfen auch Waffenhändler weiterhin Ihre Läden, trotz allgemeinen Ladenöffnungsverbots für nicht relevante Läden, öffnen. Dies wird auch durch die Gefahr von ASP begründet. In Österreich darf trotz Ausgangssperren die Jagd mit Einschränkungen weiter stattfinden. Es ist zu erwarten, dass es sich bei uns ähnlich verhalten wird.

16.03.2020 10:15 Uhr

Trotz Corona bleibt weiterhin auch das Risiko der ASP bestehen. In unmittelbarer Grenznähe zu Deutschland sind offenbar keine neuen Fälle mehr aufgetreten. Laut einer Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums von 13.3.20 ist der 128km lange Schutzzaun entlang der Grenze fertiggestellt und zeigt bereits erste Wirkung. Allen Beteiligten ist bewusst, dass dies aber keine dauerhafte Schutzmaßnahme darstellen kann.

04.03.2020 7:00 Uhr

Nach längerer Pause ohne neue Meldungen berichtet Agarheute, dass in China ein Impfstoff gegen ASP entwickelt worden sei. Durch Separierung von genetischem Material ist dieser Durchbruch gelungen. Allerdings ist noch unbekannt, bis wann der Impfstoff auf dem Markt verfügbar sein soll.

04.02.2020 7:30 Uhr

Laut einer Meldung von dpa ist in Polen die Frist für den Abschuss von Wildschweinen im grenznahen Gebiet zur Bundesrepublik bis 15.02. verlängert worden. Das Ziel ist es mehr als 2000 Wildschweine zur Bestandsreduktion zu erlegen. Bislang seien 1214 Stück geschossen worden, wovon keine positiv auf Schweinepest getestet wurde. Die Jäger bekommen Abschußprämien für jede Bache umgerechnet von 150 Euro und 70 Euro pro Keiler.

31.01.2020 7:30 Uhr

Quelle: Friedrich-Löffler-Institut

Das Friedrich-Löffler-Institut veröffentlichte die aktuelle Karte zur Ausbreitung der Schweinepest. Allein in Polen gab es in diesem Jahr die Meldung von 322 Fällen bei Wldschweinen. Besonders beunruhigend ist der Infektionsherd nahe der bundesdeutschen Grenze. Aber auch die verstärkt aufgetretenen Fälle in Ungarn (2020 bereits 365) bieten Anlass zur Sorge. Auch in Rumänien und Bulgarien sind vermehrt Fälle gemeldet worden. In diesen beiden Ländern sind auch Hausschweine betroffen.

29.01.2020 7:30 Uhr

Ein Beitrag der Plattform agraheute beschäftigt sich mit der Frage, ob die Zäune zur Abwehr von ASP hilfreich sind. Die EU bezweifelt dies, das Friedrich-Löffler-Institut verweist auf die guten Erfahrungen zur Seuchenbegrenzung in Tschechien. Zumindestens kann die Ausbreitungsgeschwindigkeit vermindert werden. Aktuell wird beraten wie in der „weißen Zone“ die Jagd auf die Wildschweine geregelt werden soll. Zur Option stehen verschärfte Bejagung, um möglichst eine Reduktion zu erreichen oder eher eine Jagdruhe mit dem Hintergedanken die Tiere nicht unnötig in der Fläche zu verbreiten. Auf jeden Fall entbinden die Zäune nicht von der Verpflichtung gezielt nach toten Wildschweinen oder anderen Hinweisen für den Ausbruch der ASP zu suchen.

28.01.2020 7:00 Uhr

Auch wenn es weit weg ist, eine aktuelle Meldung von agrarheute. Im asiatisch / pazifischen Raum kommt die Schweinepest nicht zur Ruhe. Im Gegenteil, sie breitet sich weiter aus und es kam zu neuen Ausbrüchen.

27.01.2020 7:30 Uhr

Aufgrund der ruhigen Lage heute eine interessante HIntergrundinformation zum ASP-Virus. In der aktuellen Risikobewertung des Friedrich-Löffler-Instituts ist die folgende Tabelle enthalten. Darin wird angegeben, wie lange der Virus unter verschiedenen Bedingungen überlebensfähig ist. Die teilweise sehr langen Zeiträume verdeutlichen nochmals die Gefahren, die von dem Virus ausgehen.

Überlebensfähigkeit des ASP-Virus. Quelle: Qualitative Risikobewertung zur Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest aus Verbreitungsgebieten in Europa nach Deutschland, Herausgeber: Friedrich-Löffler-Institut, Dezember 2019

26.01.2020 8:00 Uhr

Aktuell liegen keine neuen Meldungen zur Schweinepest vor. Wir bleiben aber für Sie dran.

24.01.2020 21:00 Uhr

Sachsen errichtet nun auch entlang der Grenze zu Polen einen ASP-Abwehrzaun mit einer Länge von 128 km und Kosten in Höhe von rund 250.000 Euro. Es handelt sich dabei um einen Elektrozaun in Kombination mit abschreckenden Duftkomponenten.

24.01.2020 7.00 Uhr

In einer Pressemitteilung bereits vom 22.01.2020 des Bundeslandwirtschaftesministeriums (BMEL) werden unter anderem Massnahmen für den Ausbruchsfall der ASP in Deutschland vorgestellt. Dazu zählen:

  • Einschränkung des Personen- und Fahrzeugverkehrs innerhalb bestimmter Gebiete,
  • Absperrung eines von der zuständigen Behörde zu bestimmenden Gebietes,
  • Beschränkungen oder Verbote der Jagd,
  • Beschränkungen oder Verbote der Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen, beispielsweise ein Ernteverbot mit dem Ziel, eine Auswanderung von Wildschweinen zu vermeiden oder das Anlegen von Jagdschneisen,
  • vermehrte Fallwildsuche, um die Infektionsmöglichkeiten gesunder Wildschweine zu minimieren,
  • Möglichkeit, dass die nach Landesrecht zuständige Behörde gegebenenfalls Dritte (z. B. Forstbeamte, Berufsjäger oder Jagdausübungsberechtigte anderer Reviere) beauftragen kann, wenn eine verstärkte Bejagung durch den Jagdausübungsberechtigten nicht oder nicht in dem erforderlichen Maße erfolgt.

23.01.2020 8.30 Uhr

Das Bundeslandwirtschaftministerium berät über die Einrichtung einer „weißen Zone“ entlang der polnischen Grenze. Mit Hilfe von Zäunen soll das Übergreifen des ASP-Virus verhindert werden. Diese Maßnahme hat sich bereits in Belgien bewährt. Dort wurde die Ausbreitung des Virus nach Frankreich erfolgreich verhindert. In zwei Gesprächen zwischen Ministerium, den betroffenen Bundesländern und polnischen Vertretern sollen die Details geklärt werden.

23.01.2020 7.00 Uhr

Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet Fallwildschweine nicht anzufassen und den Behörden zu melden. Wie bereits in unserem Artikel „Das Damoklesschwert ASP“ beschrieben ist eine Meldung auch über das Deutsche Tierfundkataster möglich. Die entsprechenden Behörden werden dann automatisch informiert. Zur Vermeidung von Verschmutzung und Kontaminierung mit Viren der Kleidung oder Hände bieten wir zum Umgang mit Wildschweinen entsprechende Schutzausrüstung im Shop an.

22.01.2020 8.00 Uhr

Laut einer Quelle von Top Agrar ist die ASP nur noch unweit der deutschen Bundesgrenze. Ein infiziertes Tier wurde auf polnischer Seite auf Höhe von Cottbus gefunden. Bundesagrarministerin Julia Klöckner hat alle Landwirtschaftsminister von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt. Damit scheint es nur noch eine Frage von kurzer Zeit zu sein, bis der erste Fall auch auf deutschen Bundesgebiet auftreten wird. Wie in unserem Beitrag ASP im Keim ersticken bereits geschrieben, bedeutet das für uns Jäger eine erhöhte Vorsicht. Insbesondere in grenznahen Gebieten zu den letzten Fundorten.

21.01.2020

Unsere Bundeslandwirtschaftministerin Julia Klöckner hat sich mit ihrem polnischen Amtskollegen getroffen, um weitere Punkte zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung der ASP im polnisch – deutschen Grenzgebiet zu besprechen. Hierzu die aktuelle Pressemitteilung aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium.

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