Drückjagd – Spannung pur (Teil3)

Drückjagd – Spannung pur (Teil3)

Hurra, eine Einladung zur Drückjagd ist ins Haus geflattert. Neben der Vorfreude muss man sich Gedanken machen, was man alles mitnehmen sollte, damit es ein schöner und vor allem sicherer Jagdtag wird. Mit diesen Überlegungen beschäftigt sich der letzte Teil unserer Drückjagdserie.

Dokumente und Bewaffnung

Neben den nötigen Dokumenten, wie gültiger Jagdschein, Waffenbesitzkarte, Personalausweis und Einladung, braucht man natürlich eine Waffe mit Munition. Als Waffe ist besonders diese geeignet, mit der man durch ausreichendes Training Vertrauen gewonnen hat. Eventuell wird man sogar ein Drückjagdglas und ein normales Zielfernrohr einpacken, um dann je nach Standsituation das entsprechende Glas auszuwählen. Idealerweise hat der Jagdleiter bereits bei der Einladung Informationen zur vorhandenen Optik abgefragt.

Jetzt stellt sich noch die Frage, wie viel Munition man einpacken sollte. Man kann nie zu viel Munition mitnehmen, aber zu wenig ist schnell möglich und könnte bei gutem Anlauf sehr ärgerlich sein. Eine Packung mit 20 Schuss sollte es schon sein. Zwei Päckchen sind aber sicher auch nicht verkehrt. Weiter ist zu beachten, dass ein Schiessnachweis inzwischen für die Teilnahme bei vielen Drück- und Gesellschaftsjagden Voraussetzung ist.

Ein entsprechendes Dokument können Sie in Kombination mit einer tollen Rabattaktion auch direkt bei uns erhalten.

Bei vielen Gesellschaftsjagden werden heute Schießnachweise verlangt – mit unserem Jagd1 Schießnachweis können Sie Ihre Trainigseinheiten dokumentieren

Persönliche Sicherheit

Nach den rechtlichen Vorgaben muss sich jeder Teilnehmer an der Drückjagd deutlich von der Umgebung abheben. Hutbänder alleine sind nicht ausreichend. Passende Kleidung für jede Wetterlage finden Sie als vielfältige Auswahl bei uns im Shop.

Es ist auch nie verkehrt Wechselkleidung dabei zu haben. Bei Regen oder Schnee ist es angenehm in der Mittagspause zu trockenen Klamotten zu wechseln. Auch nach dem Bergen von Wild ist man oft verschwitzt und dankbar Kleidung wechseln zu können. Sonst kann man sich schnell eine Erkältung oder schlimmeres einfangen. Ausserdem jagt ein frierender Jäger nur sehr ineffektiv.

Ein aktiver Gehörschutz bewahrt nicht nur unsere Ohren vor Schäden, sondern hilft uns auch, anwechselndes Wild früher wahrzunehmen.

Hilfsmittel zur Wildversorgung

Wenn es dann mit dem Erlegen geklappt hat, benötigt der Jäger Hilfsmittel zum Bergen und Versorgen des erlegten Wildes. Dazu gehören Einmalhandschuhe und ein Messer. Bei stärkeren Stücken kann auch eine kleine Säge bzw. Jagdschere vorteilhaft sein. Kleine Müllsäcke sollten im Jagdrucksack nicht fehlen. Wasser in Trinkwasserqualität stellt meist der Jagdleiter zur Verfügung, dennoch hat sich eine zusätzliche Flasche mit stillem Mineralwasser schon oft bewährt. Diese hilft nicht nur bei der Wildverwertung sondern auch sorgt auch für das eigene Wohl.

Um das Wild möglichst Rückenschonend zum Auto zu bringen, gibt es verschiedene Bergehilfen. Dass sich dabei die Schützen untereinander helfen, ist selbstverständlich. Zum Transport vom Wild befindet sich im Auto eine Wildwanne. Unklare Anschüsse werden mit Markierungsband verbrochen.

Für den Hundeführer

Wer als Hundeführer an einer Drückjagd teilnimmt, muss nicht nur an sich, sondern auch seinen vierbeinigen Jagdhelfer denken. Auch der Hund braucht entsprechende Warnkleidung, um nicht im Eifer des Gefechts mit Wild verwechselt zu werden. Bei Vorkommen von Schwarzwild haben sich auch diverse Sauenschutzwesten für unsere Vierbeiner bewährt.

Für den Ernstfall sollte auch ein erste Hilfe-Set im Rucksack sein. Dies kann nicht nur dem Hund, sondern auch uns Jägern im schlimmsten Fall das Leben retten. Nach der Jagd sollte der Hund mit Futter und Wasser versorgt werden. Ein Handtuch zum Abtrocknen des Hundes muss dabei sein. Ein Hunde-GPS ist auch sinnvoll, um den Hund nach der Drückjagd möglichst schnell wiederzufinden und gibt dem Hundeführer auch ein gewisses Maß an Sicherheit über den Verbleib des Jagdgehilfen. Ausserdem sind die aufgezeichneten Daten nicht nur für den Jäger, sondern auch für den Jagdleiter vom großen Interesse, um die Drückjagd in den Folgejahren zu optimieren.

Was ist sonst noch nützlich?

Etwas Essen und Getränke sollten immer an Bord sein. Traubenzucker oder ein Stück Schokolade bewirken oft wahre Wunder und erhöhen die Konzentrationsfähigkeit. Alkohol hat natürlich bei der Jagd nichts verloren. Eine Taschenlampe ist auch ein nützliches Tool, falls eine Nachsuche in die Nacht geht oder man noch auf den Hund warten muss. Eine Powerbank zum Laden des Handys ist für diese Situationen ebenfalls sinnvoll.

Ersatzbatterien für Hunde-GPS und Taschenlampen sollten auch einen Platz im Rucksack finden. Ein Sitzfilz für den Hochsitz bietet einen gewissen Komfort und bewahrt uns vor einem nassen, kalten Hinterteil. Zum Einfangen von Hunden, die nach Jagdende noch unterwegs sind, kann es nicht schaden ein paar Leckerli und eine Leine mit sich zu führen. Für Bodenstände kann ein Sitz- und Zielstock ein wertvoller Helfer sein.

Und zum Abschluss

Zum Ende noch eine Bitte an alle Jagdteilnehmer – insbesondere die Nicht-Hundeführer und Schützen, die nicht erfolgreich waren: Wenn Ihr als Erstes am Sammelplatz erscheint, fallt bitte nicht wie die Hyänen über den Suppentopf her, sodass die später kommenden Erleger oder Hundeführer vor einem leeren Topf stehen. Auch die haben sicher Hunger. Der gute Jagdleiter wird auch hierauf ein Auge haben.

Große Strecken sind das Ergebnis einer guten Organisation und von disziplinierten Schützen. Ein wichtiger Beitrag zur Erfüllung von Abschüssen mit geringem Jagddruck.

Jetzt wünschen wir allen Jagdleitern, Schützen, Hundeführern und Treibern eine schöne und erfolgreiche Drückjagdsaison. Kommt gesund und mit vielen schönen Erlebnissen im Rucksack nach Hause. In diesem Sinne ein kräftiges Waidmannsheil.

Sie haben den ersten oder zweiten Teil unserer Drückjagdserie verpasst? Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2

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