Die Pacht – Was bei der Jagdpacht für Pächter und Verpächter zu beachten ist

Die Pacht – Was bei der Jagdpacht für Pächter und Verpächter zu beachten ist

Voraussetzungen und Tipps für den Verpächter

Zum vergeben der Jagdrechte in einem Jagdrevier muss man seit mindestens 3 Jahre den Jagdschein besitzen. Die Mindestdauer der Jagdpacht beträgt 9 Jahre und der Verpächter sollte, falls er sein Revier an mehrere Jäger verpachten möchte, nicht mehr als einen Pächter pro 150 ha zulassen. Muster für einen Jagdpachtvertrag findet man im Internet, oder kann sich über diesen beim Landesjagdverband informieren. Sollte der Pächter das Revier vertragswidrig unterverpachten, den Pachtzins nicht zahlen oder die Abschussregelung grob über- bzw. unterschreiten, kann man die Jagdpacht kündigen.

Verhandlung der Jagdpacht

Jagdpacht MusterBei einer Jagdpacht, bei der die Vertragspartner sich nicht persönlich bekannt sind, sollte ein kompetenter Verhandlungspartner wie z.B. der Kreisjägermeister herbeigezogen werden um eine Einigung zu erleichtern und  die Verhandlung transparent zu gestalten.
Beim Verhandeln eines Pachtpreises sollte die Qualität des zu verpachtenden Reviers eingeschätzt werden. Ebenso sollte man Preise der umliegenden Jagden beachten (was bei den umliegenden Gemeinden oder dem Kreisjagdamt möglich ist) und die Qualität der Jagden vergleichen. Hilfreich kann auch eine preisliche Trennung von Wald- und Feldflächen sein. Von beiden Parteien ist zu klären, wer die Umsatzsteuer zu zahlen hat.

Tipps für den Pächter

Für den Pächter ist die Höhe und die Zusammensetzung des Pachtpreises interessant. Der Hauptteil des Preises für die Pacht setzt sich meist aus dem vom Verpächter vorgegebenen Pachtpreis, der Jagdsteuer, die ein fester Prozentsatz der Jagdpacht inklusive Mehrwertsteuer ist, und den Zahlungen an die Berufsgenossenschaft zusammen. Kosten für Futtermittel und jagdliche Einrichtung wie auch potentielle Kosten für Wildschäden hat der Pächter ebenfalls zu tragen. Erlöse der Jagdpacht können aus Wildbretverkauf, Mitverpachtung und Verkauf von Begehungsscheinen bestehen (soweit der Verkauf dieser vertraglich genehmigt ist).
Falls es neben dem eigentlichen Pächter noch Mitpächter gibt, sollte die Jagdpacht in mehrere, am besten gleich große, Pirschbezirke eingeteilt werden.

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