Die Hirschbrunft – Die Jagd im September zur Brunftzeit

Die Hirschbrunft – Die Jagd im September zur Brunftzeit

Es beginnt die Zeit der Hirschbrunft, die Enten fliegen, die Waldschnepfen ziehen, die ersten Einladungen für Treib- und Drückjagden flattern ins Haus. Was lernen wir daraus: Der Herbst beginnt mit dem für mich – ganz subjektiv – schönsten Monat des Jahres. Der September hat noch was von Altweibersommer. Morgens Nebel und Kühle beim Verhören der Hirsche, vormittags fallen schon Jacke und Weste, weil das Thermometer doch wieder 20 Grad erreicht. Gegen Abend kommen in der Hirschbrunft beide Kleidungsstücke wieder zum Einsatz, wenn ein herrlicher Sonnenuntergang einen schönen Septembertag beschließt. Was für ein Monat!

Die Hirschbrunft dominiert die Gedanken im September

Brunfthirsch

Natürlich dominiert die Hirschbrunft die Gedanken der Jäger im September. Im Flachland beginnt die Hirschbrunft bereits gegen Anfang, im Gebirge erst gegen Ende des Monats. Jetzt, zur Hirschbrunft, ernten wir die reifen Hirsche. Ich bin mir immer noch nicht sicher, was mich am meisten beeindruckt: das Rufen ziehender Gänse, das Trompeten balzender Kraniche oder das imposante Röhren des Rothirsches. Jetzt ist September und die ersten Schreie wecken bei mir und den Jagdgästen freudiges Erwarten.

Ideale Tarnung zur Hirschbrunft

Im letzten Jahr ausgetestet und bei der Hirschbrunft bewährt, kommen in unserem Revier vermehrt „schnelle“ und flexible Erdschirme zum Einsatz. Das kupierte Gelände und die Struktur der Wälder lassen es an vielen stellen im Revier zu, die Hirschbrunftrudel anzugehen oder sie gar zu „verfolgen“. Dann geht es von Wildwiese zu Wildwiese, hier noch schnell an einen Wildacker und dort noch einmal in einen Schirm auf einer Hügelkuppe.

Außerdem helfen Jagdjacken mit Tarnmuster vor dem Hirsch unentdeckt zu bleiben.

Die Anlage eines bescheidenen Pirschwegenetzes und die kleinen Sitze ermöglichen uns schnelles Reagieren auf die wechselnden Winde oder auf die überraschende Wahl neuer Einstände des Rotwildes während der Hirschbrunft.

Wir sind regelrechte Erdschirmfans geworden. Keine andere Ansitzart verbindet den Jäger so mit der Natur, lässt ihn das Rotwild während der Hirschbrunft so unmittelbar erfahren. Statt stundenlangem Sitzen in luftiger Höhe und dem verkniffenen Blick aus einer Kanzel heraus, nehmen wir Wild und Wetter ganz unmittelbar wahr.

Tarnnetze bringen viele Vorteile während der Hirschbrunft

Oft richteten wir während der Hirschbrunft in der Vergangenheit Naturschirm her, meist nach unserem Bedarf gestutzte kleine Buschgruppen oder Anflugkiefern, hinter der wir – immer auf zwei Personen ausgelegt – bequem Platz nehmen können. Wo kein passender Busch, keine Hecke oder kein Strauch vorhanden sind, helfen wir uns mit abgeschnittenen Ästen und Tarnnetzen, die auf ein einfaches Holzgestell gebunden werden.
Die Vorteile der Tarnnetze während der Hirschbrunft im September sind schnell genannt: leichtgewichtig, flexibel, form- und zuschneidbar, schnell aufgebaut, unverrottbar, tarnintensiv. Da sie in verschiedenen Farben erhältlich sind, können wir Tarnnetze optimal an die Revierverhältnisse anpassen.

Das Röhren des Hirsches während der Brunft


Ein weiteres mindestens genauso imposantes Naturschauspiel während der Hirschbrunft ist das Röhren des Rothirsches. Die Rufe des Hirsches, die meist in Serien von sechs bis acht einzelnen Rufen erklingen, sollen meist zur Paarung locken oder ein weibliches Tier zurück ins Hirschrudel treiben. Doch auch beim Anblick eines Rivalen wird während der Hirschbrunft oft geröhrt.
Um so einen Hirschruf nachzuahmen gibt es für Jäger und Naturliebhaber sogenannte Hirschruf-Instrumente.

Fotos: Jüren Guerito, Steve Mclaren

Gerüstet für die Drückjagd

Im Jagd1 Shop finden Sie Bekleidung, Ausrüstung und Hundebedarf ausgesuchter Marken für die Drückjagd-Saison. Entdecken Sie außerdem viele Ideen für Ihr Gastgeschenk für die Drückjagdeinladung.

3 Kommentare

Basti schleicher
1. September 2012

Ich freu mich schon total auf die Hirschbrunft. Kanns kaum erwarten endlich ins Revier zu kommen. Der September ist wirklich der beste Monat dest Jahres!

Antworten

Hinterlassen Sie eine Antwort

Gast
12. September 2012

bisher läufts bei mir gut während der Hirschbrunft. wie schauts bei euch aus?

Antworten

Hinterlassen Sie eine Antwort

Gast
13. September 2012

Bis jetzt läuft die jagd zur Hirschbrunft bei mir ausgezeichnet. War 4 mal am Ansitz während dieser Hirschbrunft und 3 mal erfolgreich. Was ich besonders schön im September finde ist, dass der Nebel das revier so mystisch erscheinen lässt. Die Hirschbrunft dieses Jahr ist jedenfalls besonders schön :)

Antworten

Hinterlassen Sie eine Antwort

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Tarnen und Täuschen auf der Jagd
Vorheriger Artikel
Tarnen und Täuschen auf der Jagd
Entenjagd – Jagdliche Freuden im Niederwildrevier
Nächster Artikel
Entenjagd – Jagdliche Freuden im Niederwildrevier