Jagdrevier im März – Inventur im Revier

Jagdrevier im März – Inventur im Revier

Bis auf wenige Ausnahmen ruht die Jagd im Monat März. Für uns Jäger gibt es jetzt Zeit genug, Inventur im Revier zu halten und unsere Aktivitäten kritisch zu überprüfen.

Wie steht es um die Lebensräume unseres Wildes? Welche Pflanzmaßnahmen können wir durchführen und wie steht es um das Wasser im Revier?

Der März ist sowohl im Niederwild- als auch im Hochwildrevier der Monat, in dem wir anschaulich verfolgen können, ob es genügend Lebensraum und Äsung für unser Wild gibt. Wer Mängel feststellt, hat nun die Zeit – und die Verpflichtung – für Abhilfe zu sorgen.

Im März werden Wildäcker angelegt

Wer mehrjährige Wildäcker plant, muss im März die neuen Flächen schaffen. Eilig wird mit den betroffenen Landwirten gesprochen, welche Parzellen in Frage kommen. In jedem Revier finden sich geeignete Flächen – man muss nur offenen Auges durchs Revier gehen. Wildäcker, auf denen Neueinsaaten geplant sind, sollen spätestens jetzt im März bearbeitet werden, damit für die Neueinsaat, die je nach Saatgut von März bis Juni erfolgt, ein entsprechendes Saatbeet bereitet ist.

Selbstverständlich stellen wir das notwendige Saatgut zur Verfügung. Befragen Sie hierzu die ortsansässigen Landwirte nach geeigneten Mischungen oder holen Sie sich Hilfe bei benachbarten Revierinhabern, erfahrenen Jagdaufsehern oder bei Berufsjägern. Die bewährte Saatgut-Mischung für jedes Revier gibt es nicht!

Wozu der Wildacker?

Wozu soll der Wildacker oder die Wildwiese geschaffen werden? Oder müsste man besser fragen: „Für wen soll die Fläche angelegt werden? Wer reine Fasanenschläge plant, wird andere Pflanzen wählen, als der Revierinhaber im Rotwildkerngebiet. Doch zu wissenschaftlich braucht man die Sache nicht angehen – schließlich gilt es nicht, eine „Vorzeigeacker“ zu schaffen. Daher frage ich auch immer wieder bei allen Landwirte an, ob es bei ihnen noch Saatgutreste gibt! Wenn ja, strecke ich die Mischungen wie es beliebt mit Sonnenblumen, Erbsen, Hafer, Raps, verschiedenen Kleesorten und jedwedem Getreide, das ich noch “ergattern“ kann.

Ebenso kann es erforderlich werden, mehrjährige Wildäcker zu düngen. Auch den Dünger stellen wir bereit. Thomasmehl und Thomaskali haben sich dabei immer bewähren können. Generell gilt: Bei der Anlage beachten wir: statt einer großen Fläche, schaffen wir viele kleine, die mosaikartig über das Revier verteilt sind. Darüber hinaus werben wir für Untersaaten in Mais- und anderen Getreideschlägen und führen jetzt bereits Gespräche, wie diese zu realisieren sind. Ferner machen wir uns Gedanken, wo Teile der Ackerflächen abgepachtet werden können, um zum Beispiel kleine Maisparzellen, die den Fasanen (und allem anderen Niederwild) bis ins Frühjahr hinein reichlich Körneräsung bieten, zu bekommen. Landwirtschaftliche Flächen können aber auch ganz gezielt für die Bejagung verschiedener Wildarten angelegt oder abgepachtet werden!

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