Das Jagdrevier im August – Eine Annäherung an den Feisthirsch

Das Jagdrevier im August – Eine Annäherung an den Feisthirsch

Im August kann mit der Bejagung des Rotwilds begonnen werden. Die scheuen Feisthirsche geistern nun durch das Revier. Doch wie kommt es eigentlich, dass das Rotwild was nur wenige Wochen zuvor noch viel präsenter im Revier war nun so scheu ist?

feisthirsch Noch vor wenigen Wochen konnten wir häufig Hirsche beim Äsen beobachten. Jetzt im August scheinen sie fast komplett von der Bildfläche verschwunden zu sein. Was lässt die Feisthirsche zu Waldgespenstern werden? Die Antwort liegt zum einen daran, dass nun nach dem energiezehrenden Geweihwachstum die Hirsche generell satter sind und faul. So lassen sie sich seltener blicken. Zudem ist für den Fristhirsch nun auch reichlich Äsung vorhanden, was seine Wege deutlich kürzer werden lässt. Ein weiterer Grund für das heimlich werden der Hirsche liegt an den wieder länger werdenden Nächten nach dem 21. Juni. Die Hirsche hängen mit ihrer inneren Uhr Sonnenauf- und -untergang hinterher. So erscheinen sie Abends in der Feistzeit erst bei schlechtem Licht und sind morgens bei Büchsenlicht schon wieder in ihre Einstände verschwunden.

Wo finde ich den Feisthirsch

Doch wie bekommt man den Fristhirsch trotzdem zu Gesicht und wo trifft man ihn am ehesten an? Gerade unsere Wildäcker können hier helfen. Es ist möglich, durch besondere Leckerbissen unsere Feisthirsche einerseits ans Revier zu binden, andererseits sie auf diese Flächen bei guten Licht zu locken. Hier ist auch der vorsichtigste Feisthirsch verwundbar!

Auch Suhlen liebt der Feisthirsch. Hier ist eine gute Pflege das A und O. Hier ist der Feisthirsch im August häufig anzutreffen, denn nichts liebt er an heißen Tagen mehr als ein kühlendes Schlammbad.  Jetzt ist die Zeit, wo wir uns eine Ausnahme genehmigen können: den Ansitz an einer Suhle nahe des Sommereinstandes des Feisthirsches. Dieser Ansitz lohnt sich insbesondere Mittags und bringt um diese Zeit noch einen Pluspunkt: Wir stören nicht beim Aus- und Einwechseln in den Abend- und Morgenstunden, haben – hoffentlich – eine genaue Vorstellung, wo der Hirsch herkommt (Einstand) und wo er hin will (Suhle).

Das sollte man bei der Jagd auf den Feisthirsch beachten

Doch sollte man sich auch darüber im klaren sein, dass jeder erlegte Feisthirsch später bei der Brunft fehlt. Es sollte also überprüft werden, ob genügend reife und alte Hirsche an der Brunft teilnehmen können. Je mehr hier fehlen, desto unausgewogener ist das Geschlechterverhältnis.

Magazin-Newsletter

Jetzt für den Magazin-Newsletter registrieren und regelmäßig interessante und spannende Beiträge rund um die Jagd erhalten.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Hochwild und Niederwild – Bedeutung und Geschichte
Vorheriger Artikel
Hochwild und Niederwild – Bedeutung und Geschichte
Fragen aus der Jägerprüfung zu Wildkrankheiten
Nächster Artikel
Fragen aus der Jägerprüfung zu Wildkrankheiten