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Wald und Industrielandschaft: Deutschlands Waldwachstums-Forscher tagen in der Lausitz

Die Wälder in Brandenburgs Süden sind seit jeher einem starken Wandel durch frühere Übernutzung und Luftverschmutzungen, dem Tagebau und aktuell dem Klimawandel unterworfen. Auf nährstoffarmen Böden und bei geringen Niederschlägen kann das Waldwachstum deshalb an Grenzen stoßen. Zu diesem Thema treffen sich Deutschlands Ertragskunde-Forscher vom 6. bis 8. Juni in Cottbus.

Unter den 60 Teilnehmern der diesjährigen Jahrestagung des Deutschen Verbands Forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA) sind Forstwissenschaftler, Mathematiker, Informatiker, unter anderem von den Universitäten Göttingen, Dresden, München, Frei-burg sowie den forstlichen Versuchsanstalten der Bundesländer.

Am 8. Juni starten Exkursionen in die Lieberoser Heide. Hier besuchen die Tagungs-teilnehmer eine der ältesten Kiefernversuchsflächen. Sie zählt stolze 111 Jahre und ist seit 1929 unter wissenschaftlicher Beobachtung. Heute hat das Landeskompetenzzent-rum Eberswalde des Landesforstbetriebs diese Aufgabe übernommen. Weiter geht es in den Tagebau Jänschwalde-Ost. Dort werden die Wissenschaftler aktuelle Aspekte der Rekultivierung ehemaliger Tagebaugebiete diskutieren.

Deutscher Verband Forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA)

Der DVFFA ist die Dachorganisation der forstlichen Forschungsinstitute Deutschlands. Ihr Ziel ist die Förderung der Forschung auf den Gebieten der Forst- und Holzwissenschaften sowie die Entwicklung einer wirksamen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik. Der 1951 gegründete Verband steht in der Tradition des bereits seit 1872 existierenden Vereins der Forstlichen Versuchsanstalten Deutschlands.

Dieser war Gründungsmitglied des 1892 in Eberswalde ins Leben gerufenen Internationalen Verbands Forstlicher Forschungsanstalten (IUFRO), der gegenwärtig über 15.000 Wissenschaftler in rund 700 Mitgliedsorganisationen aus 110 Ländern vereint.

Quelle: Pressemeldungen Land Brandenburg; Ministerium für Landwirtschaft und Infrastruktur

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