Wildkamera: Die MINOX DTC 390 im Praxistest

Mit der DTC 390 bietet MINOX eine wirklich günstige und gute Wildkamera an. Gemäß der Beschreibung kann die Kamera nahezu alles, was eine teure auch kann. Natürlich kann man für unter 100,- Euro keinen MMS-Fotoversand erwarten, aber Auflösungen von bis zu 12 Megapixel, HD-Videoauflösung und Anzeige von Temperatur- und Mondphasen sind Vorzüge die man sonst aus höherem Preisniveau kennt.

Schwarzlichtblitz an Bord

Auch einen innenliegenden Farbmonitor und den unsichtbaren Schwarzlichtblitz kann das Modell vorweisen. Die Bedienung über die deutsche Menüführung im Display ist simpel und leicht verständlich. Einstellbare Auflösungen von 5, 8 oder 12 MP sind schnell verändert, ebenso die Einstellung von Einzel- oder Serienbildern (bis zu drei Stück). Der Passwortschutz macht das Modell sicherer und für andere Nutzer uninteressant. Ich habe die Kamera einige Wochen an verschiedenen Stellen im Revier getestet. Glücklicherweise meinte es das Wild in dieser Zeit gut mit mir und hat sich häufig sehen lassen (natürlich bei jagdlich widrigen Lichtverhältnissen und teilweise an Orten wo eine Bejagung durch Bewuchs kaum möglich ist).

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Die Minox im Einsatz: Gevatter Grimbart im Anmarsch.

Ich habe die MINOX immer einige Tage am selben Ort hängen lassen, aber täglich kontrolliert und den Chip getauscht. Vor Ort konnte man am Monitor kurz die Aufnahmen prüfen. Wenn die Anzahl der Fotos entsprechend hoch ist, macht das Auswerten am heimatlichen PC natürlich mehr Spaß. Highlight war der Besuch einer kleinen Truppe Rotwild-Hirsche, die vergeblich versuchten an der Sauenkirrung an den Mais zu kommen.

Nachtausleuchtung „GUT“!

Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, was des Nächtens durchs Unterholz zieht! Dabei ist der Erfassungsbereich des Bewegungssensors mit seinen 15m nicht übertrieben angegeben, mir sind Tag-Aufnahmen noch größerer Entfernung aufgezeichnet worden. Die Ausleuchtung der Nachtbilder ist mit über 10m angeben, was auch der Realität entspricht.
Auch die Videofunktion kann sich sehen lassen. Sogar die gleichzeitige Fotoauslösung ist einstellbar, so dass man trotz der bewegten Bilder immer auch noch ein Einzelfoto hat. Dass die Videofunktion bei Nacht natürlich die Batterien auf Dauer stärker belastet ist klar. Man kann übrigens vier oder gleich acht Mignon-Batterien (AA) einsetzen, bei der letzteren Variante zeigte mir die Batterieanzeige nach über 500 Nacht-Blitzlichtaufnahmen trotz frostiger Temperaturen aber noch immer die volle Leistung an.

 

Temperaturangaben schwanken leicht

Apropos Temperatur: Hier habe ich auch den einzigen Mangel entdeckt; die eingeblendete Temperaturanzeige zeigte immer ca. drei Grad wärmer an als es wirklich draußen war. Ob dies bauartbedingt oder nur ein Einzelfall bei meiner Kamera ist, habe ich nicht herausgefunden. Mit dem Wissen um diese leichte Abweichung störte sie mich aber auch nicht wirklich. Das Befestigen der Wildkamera an einem Baum ist mittels beigefügtem langen Gurt leicht möglich, dennoch habe ich ihn gegen einen Bundeswehrriemen mit Schnellverschluss getauscht. Hier ist zügiges Umbauen sogar mit Handschuhen machbar.

 

Preisminox-Leistungsverhältnis stimmt!

Die MINOX DTC 390 ist nicht meine erste Wildkamera die ich im Einsatz habe. Im Ergebnis muss ich aber sagen, dass mir bei der Preis/Leistungs-Betrachtung derzeit nichts Besseres auf dem Markt bekannt ist (95,- Euro bei huntersgooddeal.com)! Ich denke, dass kurzfristig eine weitere baugleiche MINOX in meinem Revier Verwendung finden wird.

 

Test und Text: Olaf Weddern

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